EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Gerolstein von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Die Bauarbeiten an der Eifelstrecke begannen 1862 in Düren durch die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft. Die Strecke wurde in sechs Abschnitten in Betrieb genommen. Der 18,09 km lange Abschnitt von Jünkerath nach Gerolstein wurde am 15. November 1870 eröffnet. Es folgte die 70,17 km lange Verbindung nach Trier West und damit auch die Eröffnung der Gesamtstrecke am 15. Juni 1871.

Das Empfangsgebäude Gerolstein

Bedingt durch die Kriegsschuldzahlungen nach dem Deutsch-Französischen Krieg konnte das Stationsgebäude aus Sandstein als repräsentatives Bauwerk im Stil der Neugotik gebaut werden. Das mehrgliedrige, asymmetrische Gebäude in Seitenlage besaß einen über sechs Stockwerke hinausragenden, turmartigen und dominanten Gebäudeteil, der nach Süden von einem einstöckigen Anbau mit Krüppelwalmdach besaß. Im Norden wurde er von einem zweistöckigen Anbau sowie zwei weiteren Gebäudeteilen ebenfalls mit Krüppelwalmdach und unterschiedlichen Dachhöhen flankiert. Gegenüber dem Stationsgebäude, in der Nähe der heutigen Güterhalle, befand sich es eine Lokstation. Diese verfügte über einen vierständigen, rechteckigen Lokschuppen, einen Wasserturm, Nebengebäuden und die entsprechenden Lokbehandlungsanlagen für den Dampfbetrieb. Der Bahnhof hatte ein Güterabfertigung und gehörte 1938 zur Rangklasse I. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Am 22. Dezember 1883 begann der Betrieb auf der Westeifelbahn zwischen Gerolstein und Prüm. Sie wurde später bis nach Belgien verlängert. Damit wurde die Bahnstation ein Trennungsbahnhof. Mit Eröffnung der Eifelquerbahn am 15. Mai 1895 von Mayen nach Gerolstein war die Bahnstation zum Kreuzungsbahnhof geworden. Am 1. April 1903 ging das neue Bahnbetriebswerk im östlichen Bahnhofsteil in Betrieb. Die Bauarbeiten für die 12 km lange Strecke von Hillesheim (Eifel) begannen im April 1909. Die feierliche Eröffnung fand am 30. Juni 1912 statt. Im selben Jahr erhielten die Bahnsteige in Gerolstein eine Bedachung sowie eine Gleiserweiterung für den Güterverkehr. Der Viadukt bei Hillesheim wurde im Zweiten Weltkrieg gesprengt und die Strecke nach dem Krieg stillgelegt. In der Nachkriegszeit wurden verschiedene Umbaumaßnahmen im Bahnhof vorgenommen. Gegen Ende der 1960er Jahre errichtete die Deutsche Bundesbahn einen modernen Anbau, der überhaupt nicht zur Architektur des Empfangsgebäudes passte. Das Bahnbetriebswerk schloss am 31. Mai 1977. Die Strecke nach Prüm wurde am 28. September 1980, die nach Mayen am 11. Januar 1991 eingestellt. 2021 wurde die „Eifelstrecke“ durch ein Hochwasser beschädigt und teilweise zerstört. Daraufhin stellte die Deutsche Bahn AG (DBAG) den Bahnverkehr am 15. Juli 2021 ein. Die Wiederinbetriebnahme fand in mehreren Abschnitten statt. Bis zum 12. Juni 2022 wurde der Streckenteil in Nordrhein-Westfalen zwischen Hürth-Kalscheuren und Kall sowie in Rheinland-Pfalz zwischen Ehrang und Bitburg-Erdorf wieder in Betrieb genommen. Bis zum 14. Januar wurden die Gleise der „Eifelquerbahn“ zwischen Kaisersesch und Gerolstein freigelegt. Danach fuhren zwei Diesellokomotiven der Baureihe V60 seit neun Jahren erstmals wieder nach Gerolstein. Am 15. Januar begann die Bergung mehreren Treibzüge, die durch das Hochwasser beschädigt wurden und einer alten TEE- Wagengarnitur nach Kaisersesch. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Stationsgebäude kaute 2013 die Verbandsgemeinde Gerolstein und sanierte es. Der Gebäudekern entspricht dem Ursprungszustand. Seit 2015 gibt es in der Schalterhalle wieder ein Reisezentrum. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.
Planung und Konzession
Bahnhof um 1930
Luftaufnahme
Bilder Gerolstein
Bahnhof um 1930 361,0
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Bahnstation Gerolstein