EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Martinroda von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Martinroda Bahnstation Martinroda

Bau und Streckeneröffnung

Die Thüringische Eisenbahn- Gesellschaft begann mit den Bauarbeiten an der Strecke zwischen Plaue über Martinroda nach Ilmenau 1878. Die Strecke wurde in fünf Teilabschnitten gebaut. Der erste Streckenabschnitt ging am 6. August 1879 in Betrieb. Die 62 km lange Gesamtstrecke eröffnete am 1. November 1904.

Das Empfangsgebäude Martinroda

Das abseits der Ortschaft gelegene Empfangsgebäude wurde 1879 eröffnet. Es war ein einfaches, einstöckiges Fachwerkgebäude mit Ziegelausfachung. An ihm war ein Güterschuppen in gleicher Bauweise angebaut worden. Außer einem Warteraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter gab es eine kleine Gaststätte. Auf dem Hausbahnsteig war ein holzverkleideter Vorbau für den Fahrdienstleiter errichtet worden, der mit Sprossenfenstern an allen drei Seiten versehen war. Das Satteldach war aus Teerpappe gedeckt. Zwischen dem Stationsgebäude und dem Güterschuppen befand sich ein Toilettenhäuschen mit hölzernen Lüftungsgittern. Für den Stationsvorsteher war ein Wohnhaus errichtet worden. Es gab zwei befestigte Bahnsteigkanten. Der Bahnhof verfügte über Gleisanlagen, die das Halbieren und Zusammenfügen von Güterzügen erlaubte, da die Strecke nach Plaue eine starke Steigung aufwies. Dazu gab es mehrere Rampen aus eingefasstem Naturstein. Durch die fehlende Kopframpe war der Güterverkehr jedoch eingeschränkt. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse IV.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Nach dem Jahr 2000 wurden bis auf das Streckengleis alle Gleise zurückgebaut. Martinroda wurde zum Haltepunkt herabgestuft.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Empfangsgebäude ist weitgehend in seinem Urzustand erhalten geblieben.
Bilder Martinroda
Luftaufnahme
Planung und Konzession 430,0 Plaue - Themar Plaue (Thür) Themar
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