EINE DOKUMENTATION
© Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Ansicht der Bahnstation Gladbeck Ost von der Gleisseite aus gesehen
Bau und Streckeneröffnung Die erste Eisenbahnstrecke von Oberhausen nach Dorsten der Niederländisch-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft wurde am 21. Juni 1880 eröffnet. Der Streckenbau begann in Winterswijk (Niederlande) und führte über Borken nach Haverest (Dorsten) und später weiter nach Abzweig Hugo. Der einzige Bahnhof der Stadt trug die Bezeichnung Gladbeck (heute Gladbeck Ost). Die Zeche Moltke hatte bereits bei Eröffnung der Bahnstrecke einen eigenen Gleisanschluss. Das Empfangsgebäude Gladbeck Der traufenständige, zweistöckige Putzbau mit Satteldach im Stil des Klassizismus 1880 errichtet, besaß auf der Ortsseite einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt). Ein südlicher, einstöckiger Anbau mit flachem Satteldach und Holzverschalung sowie ein nördlicher Fachwerkanbau für den Güterschuppen mit weit auskragendem (Vorspringen oder hinausragen eines Bauteils über die Bauflucht) Satteldach, ergänzte das Stationsgebäude. Durch den Giebelrisalit gelangen die Reisenden in einen Schalterraum mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie Warteräume. Im Obergeschoss lag die Wohnung des Stationsvorstehers. Die Gleisanlage bestand aus sechs Gleisen. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Im September 1880 wurde ein Bahnanschluss zur „Zeche Graf Moltkge“ Schacht ½ verlegt. 1882 erhielt das Dampfsägewerk Küster einen Gleisanschluss. Es wickelte den Grubenholzhandel für die Zechen Hugo und Graf Bismark ab. 1890 verlegte die Bahn ein zweites Überholgleis und verband die Zechengleise zum nördlichen Bahnhofskopf. Ab 1905 bekam der Bahnhof den Namen Gladbeck Ost. Der Bahnhof verzeichnete einen zunehmenden Verkehr. So wurden 1913 im Bahnhof 330.000 Fahrkarten verkauft. Zwei Stellwerke gingen in Betrieb. Der grenzüberschreitende Verkehr wurde bereits mit Beginn des Zweiten Weltkriegs eingestellt. Die Abfuhr der Steinkohle erfolgte über die Anschlussbahn zum Bahnhof Gelsenkirchen Nord. 1963/69 wurde der Güterverkehr stillgelegt. 1974 und 1985 wurden die Stellwerke im Ost- und Westkopf aus dem Betrieb genommen und später abgerissen. 1978 riss die Deutsche Bundesbahn (DB) des Empfangsgebäudes ab. Um 1965 wurde die Güterabfertigung geschlossen. 1983 stufte die DB den Bahnhof zu einem Haltepunkt zurück. Bis 1985 besaß der Haltepunkt ein zweites Streckengleis. Der Zugang zum Bahnsteig führte über einen Personentunnel. Mit dem Rückbau des zweiten Gleises verläuft das Streckengleis entlang der westlichen Bahnsteigkante. Was hat sich verändert, was ist geblieben Heute ist Gladbeck Ost ein Haltepunkt der S-Bahn mit einem überdachten Bahnsteig der über eine Straße erreichbar ist.
Bilder Gladbeck
Luftaufnahme
Bahnhof um 1898
Bahnhof 1898 Bahnstation Gladbeck Ost Bahnstation Gladbeck Ost Gelsenkirchen - Borken Gelsenkirchen Hbf Borken (Westf) Planung und Konzession