EINE DOKUMENTATION
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Bau und Streckeneröffnung

Die 19,9 km lange zweigleisigen strategischen Bahn zwischen Gau Algesheim und Bad Kreuznach wurde am 15. Mai 1902 in Betrieb genommen.

Das Empfangsgebäude Ockenheim

Das kleine Empfangsgebäude aus Fachwerk wurde am selben Tag feierlich vom Bürgermeister, dem Pfarrer, der Schuljugend sowie der Bevölkerung eröffnet. Im Stationsgebäude gab es zwei Wartesäle der II. und III. Klasse, einen Dienstraum mit angebautem Stellwerksraum. Im Obergeschoss befand sich eine Dienstwohnung. Der Fachwerk-Güterschuppen war ein Anbau. Ein Abstellgleis führte direkt neben dem Freiladegleis zur Rampe, auf der ein Kran für sperrige Güter vorhanden war. Im Bahnhof gab es eine Drehscheibe, mit der die Lokomotiven gedreht werden konnten.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Am 25. Februar 1904 einigten sich die Stadt Bad Kreuznach und die Reichsbahn auf den Bau eines neuen Zentralbahnhofs. Hier trafen sich die Nahetalbahn mit der Strecke von Gau Algesheim. 1906 wurde die Strecke mit Streckentelefonen ausgerüstet. 1915 entstand eine weitere zweigleisige Verbindung von Bingen, die im Bahnhof Ockenheim zusammen lief und nach Gau Algesheim weiterführte. Damit wurde Ockenheim zu einem Bahnhofsknoten.

Das zweite Empfangsgebäude

1964 wurde der Güterverkehr eingestellt. Ein Jahr später ersetzte man das alte Empfangsgebäude durch einen für die 1950/60 er Jahre typischen Flachbau. 1976 erfolgte die Stilllegung des Bahnhofs. 1984 begann der Rückbau aller nicht mehr notwendigen Bahnanlagen. 1996 eröffnete der Haltepunkt Ockenheim wieder.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Obwohl Ockenheim einst ein wichtiger Bahnhof war, ist davon heute nichts mehr übrig geblieben.
Bahnhof von 1902
Luftaufnahme
Bilder Ockenheim
Bahnhof von 1902 Planung und Konzession Gau Algesheim - Bad Kreuznach Gau Algesheim Bad Kreuznach Bahnstation Ockenheim Bahnstation Ockenheim
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