EINE DOKUMENTATION
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Burg- und Nieder-Gemünden
Planung und Konzession Die Main-Weser-Bahn mit der Bebraer Bahn zu verbinden wurde schon in den 1860er Jahren in Erwägung gezogen. Der Landtag in Darmstadt diskutierte 1863 die entsprechenden Pläne. Die Zweite Kammer des „Großherzogtums Hessen“ beschloss 1868 den Bau der „Oberhessischen Eisenbahn“ (heute „Vogelsbergbahn“) von Gießen über Alsfeld nach Fulda mit der hessischen Konzession vom 4. April 1868 (Hessisches Regierungsblatt Jahrgang 1868 Nr. 22 Seite 602). Wegen der Durchführung der Strecke durch preußisches Gebiet wurde ein Vertrag zwischen Preußen und Hessen am 12. Juni 1868 geschlossen (preußische Gesetzsammlung Jahrgang 1868 Nr. 55 Seite 765 und Hessisches Regierungsblatt Jahrgang 1868 Nr. 50 Seite 985). Die Konzession zum Bau und Betrieb erhielt die „Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft“. Diese wurde 1876 verstaatlicht und als „Großherzoglich Hessische Staatseisenbahnen“ weiter betrieben. Am 15. November 1890 und am 28. August 1895 wurde durch hessisches Gesetz die Konzession zum Bau und Betrieb einer Strecke von Burg- und Nieder-Gemünden zur Landesgrenze bei Nieder Ofleiden an die Hessische Staatseisenbahn vergeben (Hess. Regierungsblatt Jahrgang 1890 Nr. 47 Seite 319 und Jahrgang 1895 Nr. 28 Seite 175). Bau und Eröffnung Die Vogelsbergbahn wurde in fünf Teilstrecken gebaut, deren Kunstbauten schon für einen zweigleisigen Betrieb vorbereitet wurden. Die Strecke blieb aber immer eingleisig. Die Eröffnung der zweiten Teilstrecke von Grünberg (Oberhessen) über Burg- und Nieder-Gemünden nach Alsfeld (Oberhessen) erfolgte am 29. Juli 1870. Die Gesamtstrecke ist am 31. Juli 1871 in Betrieb genommen worden. Die 10,66 km lange Strecke nach Nieder Ofleiden zum Basaltwerk wurde am 1. April 1901 in Betrieb genommen. Das Bahngebäude von Burg- und Nieder-Gemünden wurde am 29. Juli 1870 eröffnet. Das Stationsgebäude war ein standardisierter, zweigeschossiger Putzbau des Klassizismus. Die Putzflächen waren durch Lisenen und Gurte gegliedert. Die Fenster und Türen verfügten über Segmentbögen. Im Westen gab es einen einstöckigen Anbau. Mit der Eröffnung der Strecke nach Nieder Ofleiden wurde der Bahnhof wesentlich erweitert. Er erhielt fünf Durchgangsgleise mit drei Bahnsteigen sowie ein Stellwerksgebäude. Was hat sich verändert, was ist geblieben Am 31. Mai 1980 wurde der Personenverkehr und am 28. September 1991 der Güterverkehr nach Nieder Ofleiden eingestellt und die Strecke (Ohmtalbahn) stillgelegt. 1999 wurden die Gleise zurückgebaut. Der Bahnhof wurde zum Haltepunkt zurückgestuft. Heute sind die Gleise und Bahnsteige bis auf Gleis 1 am Hausbahnsteig überwachsen. Das Stationsgebäude ist geschlossen und verfällt zusehends.
Z Bahnhof iel
Bilder Gemünden (Felda)
Luftaufnahme
PANORAMA
Vogelsbergbahn
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