Empfangsgebäude von 1934 © Copyright 2000 - 2018 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Planung und Konzession Um die südlichste Stadt im Großherzogtum Oldenburg gab es bereits 1850 Überlegungen, Quakenbrück an das Eisenbahnnetz anzuschließen. Diese Pläne wurden 1868 durch den Bau einer Strecke durch die Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft von Osnabrück nach Hamburg aufgegeben. Daraufhin beschloss der oldenburgische Landtag 1870 den Bau der „Oldenburgischen Südbahn“ nach Quakenbrück.   Am 7. Februar 1871 wurde die Konzession zum Bau und Betrieb der Strecke von Oldenburg (Oldb) nach Quakenbrück durch oldenburgisches Gesetz an die „Oldenburgische Staatseisenbahn“ vergeben (oldenburgisches Gesetzblatt Jahrgang 1871 Band XXII, 2. Stück Seite 3). Durch einen Staatsvertrag zwischen Preußen und Oldenburg vom 17. März 1874 (preußische Gesetzessammlung Jahrgang 1874 Nr. 25 Seite 317) wurde Oldenburg der Bau und Betrieb der Strecke auf preußischem Gebiet gestattet. Bau und Eröffnung Die Bauarbeiten begannen bereits im Frühjahr 1873. Das erste Teilstück von 62,67 km Länge von Oldenburg (Oldb) nach Quakenbrück wurde am 15. Oktober 1875 eröffnet. Das 45,78 km lange Teilstück von Quakenbrück nach Osnabrück-Eversburg eröffnete die Oldenburgische Staatsbahn“ am 15. November 1876. Ein Jahr nach Eröffnung des ersten Teilstücks am 15. Oktober 1875 wurde auch das aus Backstein gebaute Empfangsgebäude in Betrieb genommen. Im Stationsgebäude gab es einen Warteraum mit Fahrkartenschalter, hinter dem sich der Dienstraum für den Bahnmeister befand. Zwei Dienstwohnungen waren im Obergeschoss untergebracht. In einem kleinen Anbau befand sich ein Stall, in dem sich auch die Aborte befanden. Der Güterschuppen war in das Erdgeschoss integriert worden. Der Bahnhof verfügte über eine Viehverladerampe. Später baute eine Genossenschaft eine Viehwaage in der Nähe der Rampe. 1934 erweiterte die Reichsbahn den Bahnhof. Dabei entstand auf dem Hausbahnsteig ein Vorbau, in dem ein Stellwerk installiert wurde. Ein weiteres Stellwerksgebäude entstand 1938. 1950 eröffnete erstmals die Bahnhofsgaststätte. 1951 entstand ein neues Stellwerksgebäude am Bahnübergang. Was hat sich verändert, was ist geblieben 1965 wurde die Dienststelle geschlossen. 2008 verlegte man den Fahrdienstleiter in das Stellwerksgebäude. 2010 beschloss die Gemeinde den Abriss des Empfangsgebäudes und kaufte das Grundstück, auf dem ein Parkplatz errichtet wurde.
Großenkneten
Bilder Großenkneten
EG vor Abriß
Luftaufnahme
EG vor Abriß
Oldenburg (Oldb) - Osnabrück
Z Bahnhof iel
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