EINE DOKUMENTATION
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Ahlhorn
Planung und Konzession Um die südlichste Stadt im Großherzogtum Oldenburg gab es bereits 1850 Überlegungen, Quakenbrück an das Eisenbahnnetz anzuschließen. Diese Pläne wurden 1868 durch den Bau einer Strecke durch die Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft von Osnabrück nach Hamburg aufgegeben. Daraufhin beschloss der oldenburgische Landtag 1870 den Bau der „Oldenburgischen Südbahn“ nach Quakenbrück.   Am 7. Februar 1871 wurde die Konzession zum Bau und Betrieb der Strecke von Oldenburg (Oldb) nach Quakenbrück durch oldenburgisches Gesetz an die „Oldenburgische Staatseisenbahn“ vergeben (oldenburgisches Gesetzblatt Jahrgang 1871 Band XXII, 2. Stück Seite 3). Durch einen Staatsvertrag zwischen Preußen und Oldenburg vom 17. März 1874 (preußische Gesetzessammlung Jahrgang 1874 Nr. 25 Seite 317) wurde Oldenburg der Bau und Betrieb der Strecke auf preußischem Gebiet gestattet. Durch oldenburgische Ministerial Verfügung vom 16. Oktober 1884 wurde die Konzession zum Bau und Betrieb einer Strecke von Ahlhorn über Falkenrott nach Vechta an die Oldenburgische Staatsbahn vergeben. Bau und Eröffnung Die Bauarbeiten begannen bereits im Frühjahr 1873. Das erste Teilstück von 62,67 km Länge von Oldenburg (Oldb) nach Quakenbrück wurde am 15. Oktober 1875 eröffnet. Das 45,78 km lange Teilstück von Quakenbrück nach Osnabrück-Eversburg eröffnete die „Oldenburgische Staatsbahn“ am 15. November 1876. Das Empfangsgebäude wurde 1886 eingeweiht. Am 1. Oktober 1885 wurde die 20,30 km lange Eisenbahnverbindung von Ahlhorn nach Vechta für den Personenverkehr und am 1. November 1885 für den Güterverkehr eröffnet. Ab 1824 gab es bereits auf dem späteren Bahnhofsgelände eine Poststation, wo Pferde für den Postdienst vorgehalten wurden. Sie wurde mit der Eröffnung der Strecke geschlossen und dient heute als Gaststätte. 1915 baute die Reichsbahn an der Abzweigstelle AS einen 10 km langen Gleisanschluss zum Luftschiffhafen. 1919 wurde das Stationsgebäude an der nördlichen Giebelwand um einen Anbau erweitert, an dem wiederum ein Güterschuppen mit Rampe angebaut war. Der Hausbahnsteig erhielt eine verlängerte Bahnsteigbedachung. Was hat sich verändert, was ist geblieben Der Personenverkehr auf der Strecke Ahlhorn - Vechta wurde 1952, der Güterverkehr 1994 eingestellt und die Gleise zurückgebaut. Das Stellwerk wurde 1991 in Betrieb genommen und das Empfangsgebäude verkauft. Die Gleisanlagen wurden saniert und die Bahnsteige erneuert. Die Fenster im Obergeschoss des Stationsgebäudes wurden verändert und die Bahnsteigüberdachung erneuert und mit Regenrinnen versehen. Die gusseisernen Stützen und die genieteten Querträger sind jedoch erhalten geblieben.
Z Bahnhof iel
Bilder Ahlhorn
Bahnhof um 1910
Luftaufnahme
Bahnhof um 1910
Oldenburg (Oldb) - Osnabrück
PANORAMA
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